Ein Projekt des Vereins Kino unterm Dach e.V. und der Volkshochschule Schwerin, Puschkinstraße 13, 19055 Schwerin

mit Unterstützung des Landesverbandes Filmkommunikation e.V. M-V

Ort  Puschkinstraße 13, 19055 Schwerin Eintritt 5,00 € Zeit 19:30 Uhr
Fahrstuhl bis 2. Etage vorhanden
http://www.kino-unterm-dach.de

Wir sehen uns und freuen uns auf viele Kinogänger, Filme und Erlebnisse.

©NFP

 

14. September 2017, 19:30 Uhr
Das Leben ist ein Kinderspiel
Heitere Hatz nach Omas Sparstrumpf

Um seiner Mutter Nan im Dubliner Alltag eine kleine Freude zu bereiten, entrümpeln Colm und seine Geschwister das Haus der älteren Dame, entsorgen alte Möbel und verpassen der ganzen Geschichte einen frischen Anstrich. Doch Nan ist entsetzt: Bei der Aufräumaktion wurde auch ihre alte Matratze weggeschmissen – und in der hatte sie ihren Notgroschen aufbewahrt! Als Colm erfährt, dass sich der „Notgroschen“ auf sage und schreibe eine Million Euro beläuft, bekommt er Panik und ruft über das Radio zur Suche nach der „Millionen-Matratze“ auf. Ein Fehler: Nun befindet sich die gesamte irische Hauptstadt auf Schatzsuche und das Chaos bricht aus. Doch als niemand fündig wird, kommen Zweifel an Nans Geschichte über das versteckte Vermögen auf. Nur Enkelin Emma glaubt ihrer Oma und sucht auf eigene Faust weiter… . Irischer Humor vom Feinsten!

Komödie   Life's a BreezeIrland Schweden 2013
Regie Lance Daly
Darsteller Pat Shortt (Colm), Fionnula Flanagan (Nan), Kelly Thornton (Emma)
83 min FSK 0 

©DEFA


21. September 2017, 19:30 Uhr
Karla
Wer zuletzt lächelt

Karla tritt mit guten Noten und großen Ambitionen ihre erste Lehrerstelle in einer Kleinstadt im Norden der DDR an. Ihr Anspruch, nicht nur Fakten, sondern auch selbständiges Denken jenseits vorgestanzter sozialistischer Muster zu vermitteln, stößt erst auf Unverständnis, dann wird es - wie zu erwarten - unangenehm. Die junge Frau knickt offensichtlich ein, allerdings nur, um im passenden Moment mit Verve wieder aufzustehen. Da sich die Grundhaltung des Films auch durch üble Nachbearbeitung nicht verleugnen ließ, fiel das grandiose Kammerspiel der Inquisition des 11. Plenums des ZK zum Opfer. Die Premiere gab es dann erst nach dem Mauerfall, dafür aber fulminant im Juni 1990 im Berliner Kino International.

Drama     DDR 1965
Regie Herrmann Zschoche
Darsteller Jutta Hoffmann (Karla), Jürgen Hentsch (Kaspar), Hans Hardt-Hardtloff (Direktor Hirte)
128 min     FSK 6

©NFP


28. September 2017, 19:30 Uhr
Mein Herz tanzt
“Vielleicht wirst Du der erste Palästinenser, der eine Atombombe baut”

Eyad wird als bislang erster und einziger Palästinenser an einer Elite-Schule in Jerusalem angenommen. Er ist sehr bemüht, sich seinen jüdischen Mitschülern und der israelischen Gesellschaft anzupassen, weil er dazugehören möchte. Und dann befreundet er sich mit dem im Rollstuhl sitzenden Yonatan, einem Außenseiter wie er. Doch sein Leben in Jerusalem nimmt eine Wendung als sich die schöne Jüdin Naomi in ihn verliebt, das gegenüber Familie und Freunden geheim bleiben muss. Naomi möchte gegen alle Widerstände zu ihrem palästinensischen Freund stehen, und auch Eyad ist bereit, alles für Naomi zu tun. Eyad trifft schließlich eine Entscheidung, die sein Leben für immer verändern wird. Eine Geschichte im Nahostkonflikt, in der trotz des allgegenwärtigen Krieges immer wieder schelmischer Humor aufblitzt.

Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW):Prädikat „besonders wertvoll“
Drama     Dancing Arabs
Israel, Deutschland, Frankreich 2014
Regie Eran Riklis
Darsteller Tawfeek Barhom (Eyad), Razi Gabaree (junger Eyad), Yaël Abecassis (Edna)
104 min      FSK 6

©CENTRAL


5. Oktober 2017, 19:30 Uhr
Che – Revolución
Mit Knarre und Zigarre …

Der Argentinier Ernesto „Che“ Guevara trifft in Mexico auf den Revolutionär Fidel Castro. Gemeinsam reisen sie 1956 nach Kuba. „Che“ wird zum Comandante, dem Befehlshaber einer Einheit der Guerillakämpfer. Dieser erste Teil der Biografieverfilmung endet mit dem für die Guerilleros bedeutenden Sieg in Santa Clara. Der bisherige Machthaber Fulgencio Batista hat sich abgesetzt und der Weg nach Havanna ist frei.
Soderberghs Che-Verfilmung schildert minutiös den Kampf der Rebellen, verzichtet jedoch auf zu eindeutige Interpretationen und Wertungen. Er konzentriert sich auf die Darstellung der Erlebnisse des Arztes, Politikers und Revolutionärs, weniger auf die menschliche Komponente des „Che“. Wer eine geschichtsgetreue oder kritische Auseinandersetzung mit der Ikone Che erwartet, wird bei diesem Film allerdings enttäuscht. Soderberghs Che-Filme sind vor allem eins – Actionfilme. Als solche sind sie jedoch gelungen.

Hauptdarsteller Benicio del Toro in Cannes den Darstellerpreis
Filmbiografie   Frankreich, Spanien, USA 2008
Regie Steven Soderbergh
Darsteller Benicio del Toro (Che), Demián Bichir, Rodrigo Santoro
Protagonisten Ernesto „Che“ Guevara
131 min      FSK 12

©FOX


Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung
12. Oktober 2017, 19:30 Uhr
Ich, Daniel Blake
Eine Odyssee durch das Labyrinth der Sozialbürokratie

Daniel Blake hat sich sein ganzes Leben lang geradlinig und anständig durchgeschlagen, wie ein ganz normaler Durchschnittsengländer. Doch dann bringt ihn seine Gesundheit in die Bredouille und Daniel ist plötzlich auf Sozialhilfe angewiesen. Der Staat will sie ihm nicht gewähren, weshalb er sich schon bald in einem Teufelskreis aus Anträgen, Bestimmungen und Zuständigkeiten befindet, der ihn in die Knie zwingen könnte. Eines Tages trifft er auf Katie und ihre Kinder und freundet sich mit ihnen an. Gemeinsam trotzen sie den Behörden und bekommen viel Solidarität von anderen Menschen. Doch die bürokratischen Hindernisse in einem Sozialstaat lassen sich nicht einfach so abschütteln. Loach Film rutscht nicht ins Sentimentale oder Plakative ab, in dem das ästhetische Format neben seiner Botschaft verblasst. Der Film erschüttert durch die Sachlichkeit einer Milieustudie und die präzise Kenntnis der englischen Sozialbürokratie.

Internationales Filmfestspiel Cannes 2016 - Goldene Palme, Cesar 2017 - Bester ausländischer Flm
Drama   
I, Daniel Blake    Großbritannien, Frankreich, Belgien 2016
Regie Ken Loach
Darsteller Dave Johns (Daniel Blake), Hayley Squires (Katie), Dylan McKiernan (Dylan)
100 min    FSK 6

©FilmAgentinnen


19. Oktober 2017, 19:30 Uhr
A United Kingdom
Geschichte einer Unerschütterlichkeit

Im Jahr 1947 lernt die junge britische Büroangestellte Ruth Williams beim Tanz in einer Londoner Bar den Afrikaner Seretse Khama kennen. Dieser ist der zukünftige König des Volkes der Bamangwato in der damals britischen Kolonie Bechuanaland. Nach England ist er zum Studieren gekommen.
Ihr Wunsch zu heiraten stößt auf erbitterten Widerstand der britischen Regierung, der südafrikanischen Apartheid, des Ältestenrates der Bamangwato und bot jahrelang Anlass für politische Verwicklungen.
1966 wird Seretse Khama zum 1. Präsidenten des nun unabhängigen Botswana und aus Ruth wird „Lady Khama“, die Frau an seiner Seite mit großem gesellschaftlichen Einfluss. „United Kingdom“ erzählt uns die Geschichte dieses außergewöhnlichen Paares und ihrer kraftvollen Liebe, die für Furore sorgte, die Gesellschaften durcheinander brachte und viele zum Umdenken inspirierte.

Drama/Liebesfilm
A United Kingdom  Großbritannien 2016
Regie Amma Asante
Darsteller David Oyelowo (Seretse Khama), Rosamund Pike (Ruth Williams Khama), Tom Felton (Rufus Lancaster)
Protagonisten Seretse Khama, „Lady Khama“
111 min    FSK 6

©Pandora


26. Oktober 2017, 19:30 Uhr
Die andere Seite der Hoffnung
Hoffen, auch wenn nichts gut ist

Der junge Syrer Khaled emigriert als blinder Passagier in die finnische Hauptstadt Helsinki. Als sein Asylgesuch wie erwartet abgelehnt wird, reist Khaled jedoch nicht in seine kriegsgebeutelte Heimat zurück, sondern bleibt ganz einfach illegal in Finnland. Eines Tages trifft er auf den ehemaligen fliegenden Händler Wikström, der kürzlich sein Geschäft aufgegeben und seine Frau verlassen hat und nun Besitzer eines Restaurants ist. Wikström stellt Khaled als Putzkraft und Tellerwäscher an, besorgt ihm gefälschte Aufenthaltspapiere und für eine Weile scheint alles gut zu sein. Doch schon bald droht die harte Realität den beiden Männern einen Strich durch die Rechnung zu machen… Der Film erzählt davon, dass jeder Melancholie ein fast rebellischer Zug der Hoffnung innewohnt. Und er zeigt das Leben als Wechselspiel von ständiger Sehnsucht und schwankender Hoffnung, von fast märchenhafter Menschlichkeit und kaltem Realismus.

67. Internationale Filmfestspiele Berlin - Silberner Bär für die Beste Regie
Drama, Kömödie      Toivon tuolla puolen
Finnland 2016     Regie Aki Kurismäki
Darsteller Sherwan Haji (Khaled), Sakari Kuosmanen (Wikström), Ilkka Koivula (Calamnias)
100 min      FSK