Gesundheit / Kursdetails

19H-7004 „Waldbaden - Achtsamkeit im Wald“


Status Plätze frei
Zeitraum Mi. 04.09.2019 - Sa. 12.10.2019
Veranstaltungstage Mittwoch, Samstag
Kosten Kursgebühr 70,00 €, nicht ermäßigbar
Dauer 4 x
Uhrzeit 19:00 - 21:15 Uhr
Stunden 18
Anmeldeschluss 21.08.2019
Max. Teilnehmerzahl 15
Kursleitung Alexa Hennings

Termine

Datum
04.09.2019
Uhrzeit
19:00 - 21:15 Uhr
Ort
Puschkinstraße 13, Schelfschule, Raum 12
Datum
07.09.2019
Uhrzeit
10:00 - 13:45 Uhr
Ort
außerhalb
Datum
14.09.2019
Uhrzeit
10:00 - 13:45 Uhr
Ort
außerhalb
Datum
12.10.2019
Uhrzeit
10:00 - 13:45 Uhr
Ort
außerhalb



Waldbaden - Was ist das denn?
Zum Waldbaden brauchen wir weder einen Waldteich noch ein Handtuch, sondern nur unsere Aufmerksamkeit und unsere Sinne. Waldbaden, das ist: Achtsames Sein im Wald. Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes. Achtsames und absichtsloses Schlendern. Und doch ist es mehr als ein „einfacher“ Spaziergang. Wir legen keine großen Strecken zurück, in zwei Stunden höchstens zwei Kilometer. Verweilen, beobachten, je nach Jahreszeit sitzen oder liegen wir unter Bäumen. Kleine Übungen schulen die Aufmerksamkeit oder „stupsen“ Sie mit der Nase auf Dinge, die Sie vorher kaum bemerkt haben.

Waldbaden, das ist:
- Wohlfühlen
- Aufmerksamkeit
- Langsamkeit
- Durchatmen
- Baden in der Waldluft
- Ankommen bei sich
- Dasein im Augenblick
- Eins werden mit der Natur
- Nähe spüren

Waldbaden - Wie wirkt es?
Die Waldatmosphäre ist heilsam: Das haben zuerst japanische Wissenschaftler erforscht. In deren Heimat ist Shinrin Yoku - zu deutsch Waldbaden - eine anerkannte Methode, Stress zu bewältigen. Auch in unserer Kultur hat die Verbundenheit mit dem Wald eine lange Tradition. Wir kommen sozusagen aus dem Wald: Unser Immunsystem ist deshalb in der Lage, mit dem Immunsystem des Waldes zu kommunizieren. Studien belegen: Ein Aufenthalt im Wald stärkt unsere Abwehrkräfte, Stress wird abgebaut, der Blutdruck wird gesenkt und unsere natürlichen werden Killerzellen vermehrt. Waldbaden ersetzt jedoch keine ärztliche Therapie.

Wald schluckt Lärm, die Luft ist so staubarm wie am Meer. Temperaturen werden ausgeglichen, das Grün wirkt beruhigend. Vor allem lichte Baumbestände aktivieren den Parasympathikus - so verringern sich die Stresshormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalien. Das Einatmen der von den Bäumen abgegebenen Phytonzide wirkt aktivierend auf unser Immunsystem. In München, Linz und Rostock werden seit kurzem Waldtherapeuten ausgebildet, die spezielle medizinische Anwendungen als Heilbehandlungen in der Waldatmosphäre erlernen - weil diese nachgewiesenermaßen die Wirkung von Heilbehandlungen steigert (z.B. bei Erkrankung der Atemwege, des Bewegungsapparates und der Psyche). WaldBADEN wird im Gegensatz zur WaldTHERAPIE nur präventiv angewandt.

Warum biete ich das Waldbaden an?
Ich bin Alexa Hennings und arbeite als freiberufliche Rundfunk-Journalistin. Eines meiner letzten Rundfunk-Features brachte mich zum Waldbaden - hier könnt Ihr es nachhören.

https://www.ndr.de/info/sendungen/das_feature/Waldbaden,sendung783246.html

Für das Feature sprach ich mit Wissenschaftlern, Ärzten, Förstern und „Waldbadern“. Ein Selbstversuch führte mich in den kleinen Mischwald vor meiner Haustür. Ich glaubte, ihn in jedem Detail zu kennen. Bis ich dort zum ersten mal „waldbadete“ und soviel Neues und Anderes entdeckte, das ich vorher nie wahrgenommen hatte beim Spazierengehen, Joggen, Walken oder Reiten. Einfach nur, indem ich meine Wahrnehmung auf andere Dinge bis hin zum Winzigsten richtete - und auch ganz andere Dinge tat als sonst im Wald. Und vor allem: Alles sehr, sehr langsam geschehen ließ.

Im Herbst 2018 nahm ich an der Ausbildung zur „Kursleiter/in Waldbaden - Achtsamkeit im Wald“ bei Annette Bernjus teil und bin nun „Zertifizierte Kursleiterin Waldbaden - Achtsamkeit im Wald“. Ich hoffe, ich kann die Idee, durch achtsames Sein im Wald Gutes für sich zu tun, weitergeben und viele dafür begeistern, das Waldbaden in ihr Leben zu integrieren.

Weitere Informationen zum Thema Waldbaden:
https://www.waldbaden.com

Stimmen von TeilnehmerInnen:

Ich hab das Waldbad so erlebt, als wär ich in Kürze mit all den Eindrücken und kleinen feinen Erlebnissen eines langen Tages im Wald beglückt nach Hause gekommen. Dann kamen auch allerhand Erinnerungen aus der Zeit auf, als ich klein und mit meinem Großvater und meinen Eltern erste Waldgänge unternommen hab. Da hab ich auch schon kleine Waldquadrate bestaunt und deutlich mehr in die Hand genommen und befühlt als später. Merklich gewachsen war dann eher das Oben eindrucksvoll, das Licht, die Baumkronen, die Wolken, die beruhigende Athmosphäre. Also das Fühlen und stärkere Beachten aller "Naturen", die da so sind, war das Alte und Neue zugleich. Und das gründliche Atmen hat mir gut getan. Mal tief Luftholen auf einem langen Gang gehört bei mir auch immer dazu. Das Atmen frischer sauerstoffbeladener edler Luft passte für mich am stärksten mit dem Gefühl des Badens, und Badendürfens so lang ich möchte, zusammen und fühlte sich auch so an.
Silke T.

Gut, nochmal einen Anlass zu haben, über diese besonderen Stunden am Ende des Jahres nachzudenken. Im Vorübergehen geschieht das immer, wenn ich ich in meine Jackentasche fasse. Da berühren meine Finger die Eichel, die ich eingesteckt habe. Kurzes Aufblitzen eines guten Gefühls.
Bewusst die Spazierwege gesucht, die mich in den letzten Wochen immer mal wieder in DEN Wald führten. Auf anderen Pfaden durchquert. Mit dem Schritt, mit dem ich nicht nur vorankommen will. Der Blick sucht andere Richtungen. Die Gedanken werden tatsächlich stiller hier. Dunkelgrüne Atemzüge. Im Februar erscheinen sie mir von dieser Farbigkeit. Sogar der Hund bemerkt, dass es nicht im Alltagsschritt voran geht. Und schaut öfter mal zurück. Schlendern. Wir können es versuchen.
Gerne auch Mal wieder gemeinsam, weil es den Blick öffnet. Die Ohren schärft. Sogar was berührt, was ich völlig entspannt teilen konnte: Zeit und das zufriedene Lächeln nach ein paar Stunden unter Bäumen.
Anja K.

Ich finde einen Waldspaziergang ist für sich schon ein Sinnengenuß. Durch deine Anregungen habe ich noch einmal die Sinne geschärft und habe so das, was wir im Wald (Gerüche, Farben, Baumrinde und -form, Geräusche, den Waldboden) viel intensiver wahrgenommen. Dein Gedicht war eine gute Idee. Ich gehe jetzt wieder mit einem aufmerksamen Blick und schaue mal aus einer anderen Perspektive und atme bewußter , um all die guten Terpene zu inhalieren!
Kirsten K.

Man muss sich eingestehen: Ich kenne den Wald nicht.
Ich habe ihn nie richtig wahrgenommen. Ich habe ihn nie richtig lieben können, bin zu schnell an allem vorbeigerast. Habe andauernd darauf gewartet, mich endlich gut zu fühlen, endlich die heilenden Energien des Waldes in mich zu lassen. Beim Waldbaden höre ich zum ersten mal die tiefen beruhigenden Gedanken der Bäume, das langsame Knarzen, die Geräusche in einem Baum.
Langsam kommt man ins Grübeln...
Den Wald habe ich nie richtig erkannt.. aber erkenne ich dann mich ?
Habe ich mich je richtig wahrgenommen? Und eine Antwort leuchtet auf.
Ich habe noch nie auf meine tiefen ruhigen Gedanken gehört.
Ich fange langsam an, die Ruhe um mich zu genießen. Ich fange langsam an, die Ruhe in mir zu genießen. Ich höre zum ersten mal die tiefen beruhigenden Gedanken meiner selbst. Und lerne über mich. Lerne mit mir.
Lerne, dass Ruhe etwas anderes als Stille ist. Dass ich sie brauche.
Spüre, dass ich mich brauche.
Klara L.

Weitere Informationen zum Thema Waldbaden:
https://www.waldbaden.com





Kursort

Schelfschule, Raum 12

Puschkinstraße 13, 3. OG
19055 Schwerin
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Kursort

außerhalb



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