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22H-1001 Stefan Zweig: Die Welt von gestern. Erinnerungen eines Europäers.


Status

Plätze frei Plätze frei

Termin Mi. 23.11.2022
Veranstaltungstage Mittwoch
Kosten Kursgebühr 6,00 €, nicht ermäßigbar
Uhrzeit 18:30 - 20:30 Uhr
Stunden 2,67
Anmeldeschluss 09.11.2022
Max. Teilnehmerzahl 60
Kursleitung Michael Stacheder

Termine

Datum
23.11.2022
Uhrzeit
18:30 - 20:30 Uhr
Ort
Puschkinstraße 13, Schelfschule, Aula



Michael Stacheder liest Stefan Zweig.

"Bereits seit mehreren Jahren beschäftige ich mich mit dem Leben und Werk Stefan
Zweigs, dessen Vision von einem geeinten Europa, einer friedlichen und
demokratischen Welt nichts an Aktualität eingebüßt hat. Wie Satelliten umkreisen meine
bisherigen literarischen Programme den Kosmos Stefan Zweig und dessen Welt von
Gestern, die mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ausgelöscht wurde.
Immer wieder begegnete ich bei diesen literarischen Reisen dem großen Europäer
Stefan Zweig. Das Who’s Who der Zeit war bekannt mit ihm, ging ein und aus in seiner
Villa Europa, wie sein Haus auf dem Kapuzinerberg, oberhalb Salzburgs, bezeichnend
genannt wurde. Wer war dort nicht alles zu Gast! Literaten, Künstler, Musiker und die
Intellektuellen Europas waren gern gesehene Gäste von Stefan und Friderike Zweig,
seiner ersten Ehefrau.
Anlässlich des 80. Todestages von Stefan Zweig ist es mir ein besonderes Anliegen,
dessen "autobiographisches Zeitgemälde", das "von immer noch bestechender,
teilweise schon wieder beunruhigender Aktualität" (Süddeutsche Zeitung) ist, nun
endlich als abendfüllende Lesung zu erarbeiten. Stefan Zweigs Werk, der 1881 in Wien
geboren und zu einem der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit wurde, ehe er im
Exil, zusammen mit seiner zweiten Ehefrau Lotte, 1942 freiwillig aus dem Leben schied,
erlebt gerade in den letzten Jahren eine Renaissance beim Publikum.
Stefan Zweigs facettenreiches schriftstellerisches Schaffen ist beseelt von der Utopie
eines pazifistischen Miteinander. Seine Welt von Gestern liest sich als Chronik der
gesellschaftspolitischen Entwicklung des frühen 20. Jahrhunderts. Daher kann sie uns
umso mehr als Spiegel unserer Zeit dienen. Auch wir befinden uns in einer Zeit des
Umbruchs, die uns über Generationen auf vielfältige Art und Weise herausfordern wird.
Wir stehen vor großen Aufgaben, die wir nur gemeinsam als demokratische Gesellschaft
meistern können.
Und gerade jetzt, wenn wir in diesen Wochen Zeugen eines barbarischen Krieges in
Europa werden, lohnt es sich, einen Blick durch den literarischen Spiegel in die Welt von
Gestern zu werfen und die Gedanken Stefan Zweigs für unser Europa im 21.
Jahrhundert gemeinsam weiter zu denken."

Michael Stacheder im April 2022



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Kursort

Schelfschule, Aula

Puschkinstraße 13
19055 Schwerin
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