Sternenhimmel im August

Planeten

Merkur bleibt auch im August für uns unsichtbar. Venus ist Abendstern, allerdings sind ihre Sichtbedingungen nicht günstig und sie ist nur knapp über dem Westhorizont nach Sonnenuntergang zu finden.
Mars ist nicht sichtbar. Jupiter wandert aus dem Wassermann in den Steinbock. Ab dem 20. steht er in Opposition und d.h., er befindet sich in günstigster Beobachtungsposition. Er ist die ganze Nacht mit maximaler Helligkeit sichtbar. Saturn ist ebenfalls im Steinbock und auch in Oppositionsstellung, allerdings nicht so hell. Im Teleskop erkennen wir sein Ringsystem und seine Monde.
Uranus befindet sich im Widder und er kann in den späten Abendstunden beobachtet werden.
 

Mond

08.08.        Neumond
15.08.        Erstes Viertel
22.08.        Vollmond
30.08.        Letztes Viertel
 

Sterne

Der Sommersternhimmel entfaltet nun seine volle Pracht. In dunklen Gegenden kann man jetzt gut das sommerliche Band der Milchstraße verfolgen. Es zieht sich vom Südhorizont hoch in den Zenit und von hier durch die Sternbilder des Himmels-W (der Cassiopeia) und des Perseus zum Nordhorizont hinab. Das Sommerdreieck mit Wega-Deneb-Atair steht hoch im Süden. Die Frühlingssternbilder wie Löwe und Jungfrau sind langsam von unserer Himmelsbühne verschwunden und unter den Horizont getaucht. Im Westen funkelt das Sternbild Bootes mit Arktur als hellstem Stern. Der Skorpion geht langsam im SW unter. Daneben finden wir den Schützen. Er besteht aus lichtschwachen Sternen und ist schwer zu erkennen. Das Gleiche gilt für den nachfolgenden Steinbock und den Wassermann. Im Osten steigt das Herbstviereck des Pegasus empor. Der Pegasus ist der griech. Mythologie nach ein geflügeltes Pferd. Anschließend finden wir die Sternenkette der Andromeda mit dem berühmten Andromedanebel darüber. 


Sternenhimmel im September

Planeten

Merkur bleibt für uns unsichtbar. Venus ist kaum sichtbar; ihre Untergänge erfolgen noch in der Abenddämmerung immer früher. Mars ist nicht zu sehen. Jupiter ist ein auffälliges Objekt am Nachthimmel. Der Riesenplanet bremst seine rückläufige Bewegung durch den Steinbock ab. Bis zum Ende des Monats zieht er sich vom Morgenhimmel zurück. Saturn wird ebenfalls langsamer bei seiner Wanderung durch den Steinbock. Schon mit dem Ende der Dämmerung ist der Ringplanet im Südosten zu beobachten. Aber auch Saturn zieht sich allmählich vom Morgenhimmel zurück.

Mond

07.09.        Neumond
13.09.        Erstes Viertel
21.09.        Vollmond
29.09.        Letztes Viertel
 

Sterne

Die Sommersternbilder beherrschen noch das Firmament; diese haben sich allerdings leicht nach Westen verschoben. Deneb im Schwan steht nun fast im Zenit, Wega in der Leier und Atair im Adler haben  den höchsten Punkt schon überschritten. Im Hintergrund dieser Sternbilder erblicken wir das Band der Milchstraße. Die Sternbilder Skorpion und die Jungfrau sind unter dem Horizont verschwunden.  Auch der Schütze im SW ist daran, unseren Himmel zu verlassen, während Steinbock gerade durch den Meridian wandert. Tief im Osten sind bereits die Fische aufgegangen. Das Sternbild ist nicht leicht zu erkennen, da es sich aus lichtschwachen Sternen zusammensetzt. Darüber sieht man das Pegasusquadrat, an das sich die Sternenkette der Andromeda anschließt. In diesem Gebilde sehen wir bei geübtem Blick die Andromedagalaxie mit bloßem Auge. Im Westen steht Herkules, südlich von ihm der Schlangenträger mit der Schlange. Tief stehend am Horizont ist Arktur im Bärenhüter zu beobachten.


Sternenhimmel im Oktober

Planeten

Merkur ist schon ab dem 19. in der Morgendämmerung über dem Osthorizont vor Sonnenaufgang zu entdecken. Vom 22. bis Anfang November ist der kleine flinke Planet zu finden. Venus ist weiterhin am Abendhimmel nach Sonnenuntergang kurzzeitig zu beobachten. Im Teleskop ist sie halb beleuchtet zu sehen. Mars befindet sich am Tageshimmel; ist also unsichtbar. Jupiter ist im Steinbock stationär und bewegt sich nach dem 18. wieder rechtläufig durch den Tierkreis. Aus der 2. Nachthälfte zieht Jupiter sich zurück. Saturn ist ebenfalls im Steinbock und auch er wird nur noch in der 1. Nachthälfte zu sehen sein.

Mond

06.10.        Neumond
13.10.        Erstes Viertel
20.10.        Vollmond
28.10.        Letztes Viertel
 

Sterne

Noch steht das Sommerdreieck -aus den Sternbildern Schwan, Leier und Adler zusammengesetzt- in der Milchstraße hoch am abendlichen Firmament; es ist aber schon in die westliche Himmelshälfte gerückt. Andere typische Sommersternbilder wie Skorpion und auch Schütze sind bereits unter dem Horizont verschwunden. Das  Sternenquadrat des Pegasus zieht hoch im Süden den Blick auf sich. Daraus wird ersichtlich, dass es herbstlich wird am Sternenhimmel. Hoch in der östlichen Himmelshälfte findet man jetzt die Kassiopeia, Kepheus, Andromeda und Perseus. Südlich der Andromeda sieht man das Sternbild Dreieck und den Widder. Der Große Wagen ist in unseren Breiten zirkumpolar und immer über dem Horizont anzutreffen, aber er hat jetzt seine tiefste Stellung erreicht und ist knapp über dem Nordhorizont zu finden. Deshalb sehen wir ihn manchmal auch nicht sofort, da er auch durch Häuser und Bäume verdeckt sein kann. Durch die fünffache Verlängerung der beiden hinteren Kastensterne in Richtung Pol finden wir den Polarstern. Zwei helle Sterne am Osthimmel künden langsam den kommenden Winter an – Aldebaran im Stier und Kapella im Fuhrmann. Aldebaran leuchtet eindeutig rötlich und Capella dagegen sieht man als gelblichen Stern