Ein Projekt des Vereins Kino unterm Dach e.V. und der Volkshochschule Schwerin, Puschkinstraße 13, 19055 Schwerin

mit Unterstützung des Landesverbandes Filmkommunikation e.V. M-V

Ort  Puschkinstraße 13, 19055 Schwerin Eintritt 5,00 € Zeit 19:30 Uhr
Fahrstuhl bis 2. Etage vorhanden
http://www.kino-unterm-dach.de

Wir sehen uns und freuen uns auf viele Kinogänger, Filme und Erlebnisse.

Ein Hinweis in eigener Sache! 
Karten für die Kinoveranstaltungen sind nur bei "Kino unterm Dach" an der Abendkasse erhältlich.  


© Arsenal

28. Filmkunstfest MV im KINO UNTERM DACH

3. Mai 2018, 19:30 Uhr
Pirosmani
Zu Lebzeiten verkannt. Eine Spurensuche.

Der Film erzählt die Lebensgeschichte des georgisches Malers Pirosmani (1862-1918), dessen Naive Kunst erst nach seinem Tod gewürdigt wurde. Der Autodidakt versucht sich in verschiedenen Berufen bis er schließlich Gebrauchs- und Wandermaler wird, der seine Bilder gegen Essen oder einen Schlafplatz tauscht. Die Struktur, aber auch die Ästhetik des Films entwickelte der Regisseur Schengelaja aus den Bildern und der Ästhetik Pirosmanis und schuf somit einen Klassiker des georgischen Kinos. (www.arsenal-berlin.de)

UdSSR (Georgien) 1969
Regie Giorgi Schengelaia
Darsteller Awtandil Warasi (Niko Pirosmani), Dawid Abaschidse (Kinto)
Georgisch mit deutschen Untertiteln
85 Minuten
FSK 0

© ZDF


28. Filmkunstfest MV im KINO UNTERM DACH

4. Mai 2018, 19:30 Uhr
ZDF-Hausbesuche

"Expedition Deutschland" - Begegnungen in Mecklenburg-Vorpommern
Keine Telefonate, kein Vorab-Blick ins Internet, kein Griff nach Zeitungen oder ins Archiv. Einfach mit Kamera und Mikrofon losfahren, mit geschärften Sinnen offen sein für nicht geplante Begegnungen mit Menschen. In Zufallsreportagen für das ZDF-Magazin „drehscheibe“ erkunden Reporter des Landesstudios Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland im Nordosten. Zwischen Binz und Boizenburg, zwischen Löcknitz und Ludwigslust. Immer auf der Suche nach offenen Worten in Sachen Leben, Lieben, Leiden.
Von gescheiterten Wende-Träumen erzählt uns zum Beispiel Bierbrauer Burkhardt Steinfurth in Krummenhagen bei Stralsund. Und wie ein Besuch von Prinz Charles sein Leben veränderte. In Wolde bei Neubrandenburg entdecken wir einen Damwild-Züchter, der sich überraschend als einstiges „hohes Tier“ der SED zu erkennen gibt. Und dessen Tochter nicht glauben will, dass wir die Geschichte des Parteisekretärs auch tatsächlich senden. In Cammin treffen wir Astrid Ledwina, die das Haus voller Hunde hat, die sie für kranke Kinder und traumatisierte Soldaten als treue Begleiter ausbildet. Und wir sitzen in der Küche einer ehemaligen DDR-Gemeindeschwester. Die unruhige Wendezeit hat sie mit einem holländischen Imbisswagen gemeistert. Menschen im Nordosten. Mit der „Expedition Deutschland“ sind wir ganz nah dran.

Anschließend Gespräche mit Protagonisten der Expeditionen und den Machern aus dem ZDF-Landesstudio Mecklenburg-Vorpommern sowie der ZDF-Moderatorin Babette von Kienlin.

Regie ZDF-Landesstudio Mecklenburg-Vorpommern
60 min

© Arsenal


28. Filmkunstfest MV im KINO UNTERM DACH

Achtung!   17:00 Uhr

Vorfilm: No, Pal!

Georgien Anfang der 90er-Jahre. Levan wird das Land in ein paar Tagen verlassen, um die Welt zu bereisen. Levan und sein Freund kommen in eine Schießerei, er stirbt. Levan kommt zurück zu seiner kleinen Freundin, der 9-jährigen Nutsa, Nutsa ist in Levan verliebt und außer Nutsa kann ihn niemand sehen. Levan Abaschidse, der Hauptdarsteller des Films, ging in den Krieg, als Russland begann, einen Teil Georgiens zu besetzen. Er starb in diesem Krieg.

Kurzfilm  Ara, Megobaro!
Georgien 1993  Georgisch mit englischen Untertiteln
Regie Levan Abaschidse
30 min
FSK 0

5. Mai 2018, 17:00 Uhr
Das Salz Swanetiens

Kalatosovs frühes Meisterwerk: schön, herb und grausam.
Dieser russische Stummfilmklassiker beschreibt das Leben der Bergbewohner von Oberswanetien, einer damals mit Ausnahme der kurzen schneefreien Zeit isolierten Region in 2.000 Metern Höhe. Die Bewohner eines armen Dorfs, die noch in Türmen aus der Feudalzeit wohnen, sind gezwungen, das Salz auf dem Rücken in die Berge hinauf zu tragen, über Gletscher und schwer zugängliche Bergpässe hinweg. Bilder von großer Schönheit kontrastieren mit den schwierigen Lebensbedingungen der Bewohner. (www.arsenal-berlin.de)

Stummfilm
Jim Shvante    UdSSR (Georgien) 1930
Regie Michail Kalatosov
62 min
FSK 0

© Neue Visionen


200. Geburtstag Karl Marx

10. Mai 2018, 19:30 Uhr
Der junge Karl Marx

Cooler Typ mit Hipsterbart
Zum „drittbesten Deutschen“ wurde Karl Marx vor einigen Jahren gekürt (nach Adenauer und Luther), doch was ist über seine Jungmännerzeit in der breiten Öffentlichkeit im Jubiläumsjahr 2018 noch bekannt? Im Pariser Exil lernt der 26-jährige Marx im Jahr 1844 den Fabrikantensohn Friedrich Engels kennen. Ihre anfangs gegenseitige Abneigung wandelt sich in eine lebenslange Freundschaft. Sie werden zu Kampfgefährten, die sich gegenseitig respektieren und inspirieren, gemeinsam jede Menge trinken und dabei Texte verfassen, die eine Revolution entfachen sollen. Fortan schreiben sie gemeinsam, doch Zensur, Polizeirazzien, Verhaftungen, Machtkämpfe und erneutes Exil rauben ihnen zunehmend die Kräfte. Ein detailfreudig und stimmig ausgestatteter biografischer Film aus dem Leben zweier Männer, deren Thesen die Welt veränderten.

Historienfilm
Le jeune Karl Marx    Frankreich, Deutschland, Belgien 2017
Regie Raoul Peck
Darsteller August Diehl (Marx), Stefan Konarska (Engels), Vicky Krieps (Jenny Marx)
112 min
FSK 6

© NFP


17. Mai 2018, 19:30 Uhr
Der wundersame Garten der Bella Brown
Eigenbrötlerin blüht auf

Als Kind wurde Bella Brown vor einem Waisenhaus ausgesetzt und auch sonst verlief das Leben der jungen Frau alles andere als in normalen Bahnen. Mittlerweile ist Bella erwachsen, bewohnt ein Haus und arbeitet als Bibliothekarin: eine gehemmte spleenige Einzelgängerin, die sich vor allem fürchtet, was mit der Natur zu tun hat, und die ihr Leben nach festen Regeln eingerichtet hat. Ihr einsames und trotz zahlreicher Neurosen ganz gut funktionierendes Leben gerät erst aus den Fugen, als der Hausverwalter ihr ein Ultimatum stellt: den vollkommen verwahrlosten und verwilderten Garten innerhalb eines Monats auf Vordermann zu bringen. Diese Herausforderung verändert Bellas Leben, führt zu Auseinandersetzungen mit ihrem selbstherrlichen, griesgrämigen Nachbarn und lässt schließlich ihre Liebe zur Natur wie zu einem Menschen wachsen. Ein romantisches Filmmärchen – „Wohlfühlkino“ im wahrsten Sinne des Wortes.

Komödie
This Beautiful Fantastic
Großbritannien, USA 2016
Regie Simon Aboud
Darsteller Jessica Brown Findlay(Bella), Tom Wilkinson (Alfie), Andrew Scott (Vernon)
92 Min
FSK 0

© WarnerBros


24. Mai 2018, 19:30 Uhr
Aus dem Nichts
Wie man eine Nagelbombe baut ...

„Ich komme gleich zurück.“ sagt die Frau, die ihr Fahrrad unabgeschlossen vor dem Büro abstellt, in dem Katja gerade ihren Sohn bei ihrem Mann Nuri abgegeben hat. Noch denkt sich Katja nichts dabei, doch als sie am Abend zurückkommt und die Polizeiabsperrung sieht, ist ihr alles klar. Ausgangspunkt für Fatih Akins neuesten Film ist der NSU-Nagelbombenanschlag vom 9. Juni 2004 in der Kölner Keupstraße. Mit viel Wut im Bauch berichtet der Film über Nazis und Rassismus und prangert die in der Realität langwierige, schlampig verschleppte Aufklärung des rechtsradikalen Terrors an. Und da ist dann noch Diane Kruger. In der Rolle der Katia zeigt sie uns eindringlich den tiefen Schmerz und die Einsamkeit Katias nach dem gewaltsamen Verlust Ihrer Familie. Den Weg vom schreienden Entsetzen, über rastlose Versuche der Betäubung in die Versteinerung.

GoldenGlobe 2018
Drama/Kriminalfilm
Deutschland 2018
Regie Fatih Akin
Darsteller Diane Kruger (Katja Sekerci), Ulrich Tukur (Jürgen Möller), Johannes Krisch (Haberbeck)
106 min
FSK 12

© DieFilmagentinnen


31. Mai 2018, 19:30 Uhr
The Square
Wenn der Schein so richtig trügt

Christian Nielsen lebt als alleinerziehender Vater von zwei Mädchen in Stockholm und leitet dort als Chefkurator erfolgreich und hoch angesehen das Staatliche Museum für zeitgenössische Kunst. Er ist ein Meister darin, selbst eintönige und nichtssagende Kunstwerke bedeutungsvoll anzupreisen. Sein neuestes Projekt, genannt The Square, setzt sich vor allem mit sozial-politischen Themen auseinander. Eigentlich souverän, selbstverliebt und an Erfolg gewöhnt, entgleitet Nielsen sein Leben. Ein kleines alltägliches Unglück, der Diebstahl seines Handys und seine Bemühungen, es auf eigene Faust wieder zurück zu bekommen, stürzen ihn von einer chaotischen Situation in die nächste und reichen aus, um eine Kettenreaktion auszulösen, die er nicht mehr kontrollieren kann. The Square ist eine humorvolle, bissige Gesellschaftssatire über den Kunstbetrieb und seine Akteure.

Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2017 - Goldene Palme
Tragikomödie
Schweden, Deutschland, Frankreich, Dänemark 2017
Regie Ruben Östlund
Darsteller Claes Bang (Christian), Elisabeth Moss(Anne), Dominic West (Gijoni)
142 Min
FSK 12

© Weltkino


7. Juni 2018, 19:30 Uhr
Loving Vincent
Ein Leben in 65000 Bildern

„Nun ja, die Wahrheit ist, dass wir nicht anders sprechen können als mithilfe unserer Werke“. Dieses Zitat Vincent van Goghs war die Inspiration zu einem der schönsten und überraschendsten Kunstfilme des letzten Jahres. Aus 120 seiner Gemälde erstellten 125 Künstler 65000 Einzelbilder im Stile van Goghs, die im Anschluss animiert wurden. Ein Film in vielen kleinen Strichen, ganz in Ölfarbe gedreht. 800 seiner Briefe lieferten die geschichtlichen Hintergründe. Diese als Krimi verpackte Biografie beschäftigt sich mit den Umständen des Todes eines zu Lebzeiten erfolglosen Begründers der modernen Malerei. Und dies auf eine ganz und gar ungewöhnliche, faszinierende Art.

Europäischer Filmpreis 2017
Drama/Mysteryfilm
Polen/ Vereinigtes Königreich 2017
Regie Dorota Kobiela, Hugh Welchman
Darsteller Robert Gulaczyk (Vincent van Gogh), Douglas Booth (Armand Roulin), Chris O’Dowd (Joseph Roulin)
94 min.
FSK 6

© PifflMedien


Kooperation anlässlich 25 Jahre Landesfrauenrat MV

14. Juni 2018, 19:30 Uhr
Eine fantastische Frau
Vom Recht des Seins

Marina und Orlando lieben sich und planen eine gemeinsame Zukunft, für die der 20 Jahre ältere Geliebte seine Familie verlassen hat. Als die beiden nach Marinas Geburtstagsfeier nach Hause kommen, bricht Orlando plötzlich zusammen, im Krankenhaus stellen die Ärzte nur noch seinen Tod fest. Die Ereignisse und das Umfeld überschlagen sich und konfrontieren die junge Transgender-Frau mit der Verachtung der chilenischen Gesellschaft. Die Polizei stellt Marina demütigende Fragen, Orlandos Familie will sie mit Gewalt von der Beerdigung fernhalten. In die Außenseiter-Position gedrängt, muss sie für ihr Recht auf Trauer kämpfen. Genau beobachtendes, kunstvoll aufgebautes Drama, das eine außergewöhnliche Nähe zu seiner brillant verkörperten Hauptfigur aufbaut und mehr als zu Recht in diesem Jahr den Oscar als bester fremdsprachiger Film erhielt.

u.a. Oscar 2018 Bester fremdsprachiger Film
Drama
Chile/USA/Deutschland/Spanien 2017
Regie Sebastian Lélio
Darsteller Daniela Vega (Marina Vidal), Francisco Reyes (Orlando), Luis Gnecco (Gabo)
104 min
FSK 12

© NFP


21. Juni 2018, 19:30 Uhr
Bach in Brazil
Klassikmärchen

Die engste Beziehung pflegt Musiklehrer Marten zu seinem Euphonium und die Liebe gehört wenn, dann Bach. Der ist leider tot, das Instrument höchstens exotisch und die Karriere bereits ereignislos zu Ende. Da vererbt ihm ein ausgewanderter Jugendfreund ein echtes Notenblatt aus des Meisters Bestand, nur muss Marten es persönlich in Brasilien abholen. Der mutige Aufbruch gen Süden endet mit gestohlenem Gepäck samt Notenblatt und einer pädagogisch wertvollen Erpressung: bringt Marten den Kids im Jugendknast von Ouro Preto Bach bei, bekommt er Hilfe bei der Suche nach Notenschatz und Gepäck. Edgar Selge als verzagter, knochentrockener Exlehrer in einer Barockstadt am Ende der Welt ist berückend, die kleine Utopie des Bachglücks am Rande von Verzweiflung und Urwald die liebenswürdigste Kulisse seit langem.

Komödie
Deutschland/Brasilien 2015
Regie Ansgar Ahlers
Darsteller Edgar Selge (Marten Brückling), Franziska Walser (Marianne), Aldri Anunciação (Candido)
91 min

© Constantin


28. Juni 2018, 19:30 Uhr
Glück
Lovestory über einen Punk und eine junge Prostituierte

Noah Leyden ist Strafverteidiger und bezeichnet sich selbst als ein Spezialist für die Suche nach dem Glück und den Moment, wo das Glück uns verlässt. Er erzählt die Geschichte zweier junger Menschen in Berlin, die weder Halt noch Orientierung haben: Die junge Kriegsflüchtige Irina hat es nach Berlin verschlagen, wo sie sich als Prostituierte über Wasser halten muss. Der traumatisierte Punk Kalle ist obdachlos. Die beiden finden zueinander und schaffen es sogar, sich in einer gemeinsamen Wohnung, in der Irina ihre Freier empfängt, ein bescheidenes Leben aufzubauen. Als einer von Irinas Kunden plötzlich tot zusammenbricht, beschließt das junge Paar nach anfänglicher Panik, um sein Glück zu kämpfen. Doris Dörrie hat bei diesem außergewöhnlichen und spannenden Filmprojekt auch das Drehbuch geschrieben.

Drama
Deutschland 2012
Regie Doris Dörrie
Darsteller Alba Rohrwacher(Irina), Vinzenz Kiefer (Kalle), Matthias Brandt (Noah Leyden)
112 min
FSK 16